Tabellennachbar-Duell zwischen der HSG und Coburg

Tabellennachbar-Duell zwischen der HSG und Coburg

13.11.

Eine intensive Woche mit drei Spielen, die die HSG gut gemeistert hat, liegt hinter ihr. Der Regel-Spielplan sieht für Freitag, um 20 Uhr die Partie des 11. Spieltags gegen den HSC 2000 Coburg vor. Das Duell zwischen dem Tabellenneunten, gegen den Zehnten, für welches es noch Restkarten gibt, findet in der EmslandArena statt oder kann live ab 19:45 Uhr bei Dyn gestreamt werden.  

In der Vorsaison gehörten die Schwarz-Gelben zu den wenigen Mannschaften, die Mitte Mai nicht mehr auf- beziehungsweise absteigen konnten. Am Ende belegte das Team von Anel Mahmutefendic, der früher gemeinsam mit Mark Bult für die niederländische Nationalmannschaft spielte, einen guten 6. Rang. Mit wenig verändertem Kader ging es anschließend in die neue Spielzeit. Jan Schäffer und HSC-Urgestein Florian Billek hatten ihre Karriere beendet, Merlin Fuß ging nach Balingen. Namenhaftester Neuzugang wurde Abwehrspezialist Tin Kontrec, der vom TuS N-Lübbecke kam. 

Der aktuelle Kader des HSC belegt nun, nach etwas weniger als einem Drittel der Spielzeit, den zehnten Tabellenplatz. Die HSG steht mit einem Platz darüber und einem Punkt mehr als Coburg nur marginal besser dar. “Die aktuelle Platzierung gibt ein ehrliches Feedback zu den bisherigen Leistungen. Wir ähneln Coburg in der Form, haben aber einen leicht anderen Verlauf – daher ist dieses Spiel mega wichtig, weil es ein direkter Konkurrent, mit vergleichbarer Saisonzielsetzung ist“, beschreib Ex-Coburger Maximilian Jaeger die Ausgangslage. „Die Trainingswoche war intensiv, aber gesteuert – mit Fokus auf jeden Einzelnen und anschließend auf taktische Abläufe gegen Coburg. Spieler, die in der englischen Woche viel gespielt haben oder angeschlagen waren, wurden entlastet. Der Wochenbeginn konzentrierte sich auf individuelle Inhalte, ab Mitte der Woche ging es für alle aber wieder ganz normal im Mannschaftstraining weiter.“ Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei sehr gut, was man auch an einer super Energie im Training merke. „Auch wenn wir das Pokalspiel gegen Leipzig nicht gewonnen haben, waren es drei erfolgreiche Spiele, die unseren positiven Trend widerspiegeln.”  

Mit Coburg kommt eine physisch sehr starke, sowie körperlich präsente Mannschaft nach Lingen. Coburg hat mit Bis, Röller und Kontrec drei sehr große und starke Kreisläufer in seinen Reihen, die viel Kraft mitbringen. Das merkt man vor allem im Angriff, in dem die gute Kreiskooperation mit den Rückraumspielern häufig ein bewährtes Mittel ist. In der Abwehr lässt sich deren Größe und damit einhergehende eher passive 6:0-Abwehr allerdings gut mit viel Bewegung angreifen. „Unser Vorteil liegt in der Schnelligkeit, deshalb wollen wir ein dynamisches Tempospiel aufziehen“, beschreibt Jaeger eines der taktischen Mittel, welches sie gegen Coburg im Repertoire haben. Insgesamt wird kaum ein anderes Team so oft dezimiert wie der HSC 2000 Coburg. Die Gelb-Schwarzen haben schon 46 Zeitstrafen verursacht und spielen dadurch durchschnittlich über neun Minuten pro Spiel in Unterzahl. Dabei ist es der polnische Nationalspieler Bartłomiej Bis, ein gestandener Abwehrrecke, der auch ligaweit die meisten Zeitstrafen aufweist.  Bei der HSG ist es genau umgekehrt: 28 Hinausstellungen sind der zweitniedrigste Wert in der Liga.  

Des Weiteren sieht Jaeger vor allem den Rückraum Linken Janis Valkowskis und Mittelmann Mikael Helmersson im Fokus. Der zwei Meter große, italienische Nationalspieler könne an guten Tagen einige, leichte Tore aus dem Rückraum erzielen. Der 21-jährige Valkowskis, der auch schon für die lettische Auswahl aufgelaufen ist, ist mit 58 Treffern Coburgs erfolgreichster Torschütze. „Unterm Strich macht aber die Unberechenbarkeit Coburg so gefährlich. Sie haben eine breite Kaderstruktur und viele individuelle Stärken.“ Darunter auch die, des griechischen Torhüters Petros Boukovinas, der ebenfalls für seine Nation aufläuft. Dieser ist der Nachfolger von Kristian van der Merwe, der von 2022-2024 in Coburg war und zählt mit zu den besten Keepern der Liga.  

Maximilian Jaeger, der ebenfalls einige Saisons beim HSC verbracht hat, tut sich schwer damit, eine Prognose für die bevorstehende Partie abzugeben. „Eine klare Favoritenrolle gibt es nicht. Wer morgen den besseren Modus, mehr Siegeswillen und eine passende Tagesform zeigt, der gewinnt.“ 

Wie in der letzten gemeinsamen Erstligasaison 2020/21 gingen auch in der vergangenen Spielzeit beide Begegnungen an die HSG. Im jüngsten Duell behielt Nordhorn-Lingen Anfang Mai im Euregium mit 35:32 die Oberhand. Der Direktvergleich seit 2014 weist zehn zu acht Siege für die HSG aus. 

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von HSG Nordhorn-Lingen (@hsg_nordhornlingen)

Die EmslandArena öffnet am Freitagabend ab 19 Uhr und hat neben dem Handballspiel noch anderes zu bieten. Unser Sponsor of the Day Westenergie wird ebenfalls mit einigen coolen Aktionen vor Ort sein. So ist zum Beispiel eine Wurfstation aufgebaut, an der man seine Wurfgeschwindigkeit messen lassen kann, sowie ein Stand, an dem es HSG-Klebetattoos gibt. Für alle, die am Freitag nicht vor Ort sind, beginnt der Dyn-Livestream um 19:45 Uhr.  

Weitere News

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.