Heimspielauftakt am Sonntag in der EmslandArena gegen Hagen

Heimspielauftakt am Sonntag in der EmslandArena gegen Hagen

Nach dem insgesamt überzeugenden 36:34-Auswärtssieg am Montagabend in Großwallstadt strebt die mittlerweile viertplatzierte HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag ab 17 Uhr gegen den VfL Eintracht Hagen ihren elften Sieg in Serie an. Doch das dürfte wieder „ein hartes Stück Arbeit“ (O-Ton Frieder Bandlow) werden, denn die Grün-Gelben reisen nicht nur als Tabellen-Sechster nach Lingen, sondern haben zudem sowohl das Hinspiel als auch ihren eigenen Rückrundenauftakt gewonnen.

Vier Punkte und zwei Plätze liegt unser Team also vor seinem nächsten Gegner, der seit 2021 (wieder) in der 2. HBL spielt und niemals schlechter als auf dem 10. Tabellenplatz abschloss. Im Vorjahr landete die Eintracht, die zum Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz gestanden hatte, nach starker Rückrunde noch auf Position 8. Erfolgreich ging es auch in der laufenden Saison weiter, und nach dem 11. Spieltag grüßte die Mannschaft des tschechischen Trainers Pavel Prokopec sogar als Tabellenführer. Gegen die Spitzenmannschaften setzte es zwar anschließend die ein oder andere Niederlage, doch am letzten Freitag glückte wieder ein 26:23-Sieg gegen Coburg.

Das ganze Spiel über hatte die ersatzgeschwächte Eintracht geführt, erst in der berüchtigten Crunchtime den Ausgleich kassiert und am Ende doch die zwei Punkte eingefahren. Ohne Kapitän und Kreisläufer Tilman Pröhl und den deutsch-iranischen Frontmann Pouya Norouzi, der mit Muskelfaserriss auch am Sonntag in Lingen auszufallen droht, wurde der Sieg gegen die starken Coburger klargemacht. Der junge, vor der Saison vom THW Kiel gekommene Spielmacher Linus Kutz trug sieben Tore dazu bei. Rechtsaußen Pierre Busch und der Rückraumrechte Jan von Boenigk, nebenbei der zweitbeste Assistgeber der Liga, gehörten einmal mehr zu den Toptorschützen.

Apropos: Der noch vor Pouya Norouzi erfolgreichste Werfer ist nicht mehr dabei, denn der isländische Linksaußen Styrmisson kehrte im Winter in seine isländische Heimat zurück. Zudem wechselte Rückraumspieler Kim Voss-Fels zum Bergischen HC, was die Personalsituation zusätzlich schwieriger machte. Nicht nur unser Team hat also etablierte Kräfte aus der Hinrunde zu ersetzen. Und noch ein Blick in die Eintracht-Statistik: Nur drei Spieler weisen aktuell mehr Zeitstrafen auf als der kompromisslose Kreisläufer Philip Jungemann, der bei den Blocks im Verbund mit Niclas Pieczkowski ebenfalls zur Ligaspitze zählt. Torwart Pascal Bochmann kommt nach Kristian van der Merwe auf die meisten Paraden.

Im Direktvergleich liegt die HSG vorn, die von 16 Partien elf gewann. Die vergangenen drei Heimspiele gingen jeweils mit +2 an Nordhorn-Lingen. Dabei war das 39:37 vor fast zwei Jahren das torreichste HSG-Spiel der jüngeren Vergangenheit, als Tarek Marschall unglaubliche 15-mal traf. Doch im Hinspiel Anfang September war für die Rot-Weißen nichts zu holen. Schon vor der Pause lagen sie zwischenzeitlich mit sieben Toren in Rückstand, der bis zur 45. Minute sogar auf acht anwuchs. Mit dem siebten Feldspieler arbeitete sich die HSG noch auf zwei Tore heran, doch letztlich war die Hypothek zu groß und das Spiel ging mit 27:23 an den Gastgeber aus Hagen.

Mitte der Woche waren nur noch wenige Tickets zu haben, sodass eine stimmungsvolle EmslandArena zu erwarten ist. Wackelt vielleicht sogar der Saisonrekord vom 16. Spieltag gegen Essen, also fast 2.800 Handballfans dabei waren? Wer nicht kommen kann, sei wie immer auf den Dyn Livestream verwiesen, der um 16:45 Uhr beginnt.

Weitere News

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.