12.03.2026
Nächste schwere Aufgabe: HSG am Freitag in Potsdam
Die Top-4-Wochen haben für die HSG Nordhorn-Lingen mit zwei Niederlagen begonnen. Dem 26:32 in Bietigheim folgte am Sonntag im stimmungsvollen Euregium ein 33:37 gegen Balingen – in einer Partie, welcher unser Team lange Zeit ihren Stempel aufdrückte, und dem am Ende im wahrsten Sinne des Wortes die Puste ausging. Ein langer Atem ist am Freitagabend wieder gefragt, denn um 19 Uhr ertönt in der MBS Arena der Anpfiff zum Spiel beim Tabellenvierten 1. VfL Potsdam.
Die Adler waren im Sommer mit nur drei Siegen aus der DAIKIN Bundesliga abgestiegen, doch in der 2. HBL mischen sie wieder oben mit, wenngleich der Abstand zum ersten Aufstiegsplatz mittlerweile vier Punkte beträgt – das Team von Emir Kurtagic hat zwei Zähler mehr als die HSG. Im Jahr 2026 hat Potsdam seine drei Auswärtsspiele jeweils mit einem Tor Vorsprung gewonnen, darunter auch die Partie in Balingen. Zu Hause gab es dagegen bis dato nur einen in letzter Sekunde gewonnenen Punkt gegen Dessau, die Spiele gegen Dresden und N-Lübbecke gingen verloren. In keiner dieser Begegnungen standen übrigens mehr als 14 Akteure im Kader.
Das Adler-Team gehört zweifellos zu den jüngsten der Liga und umfasst regelmäßig Junioren aus dem starken Nachwuchs der Jugend-Bundesliga. Nur zwei Mann im Kader des 1. VfL Potsdam, der seit über zehn Jahren eine enge Kooperation mit den Füchsen Berlin pflegt, sind vor dem Jahr 2000 geboren. Schlüsselspieler ist der österreichische Rückraumschütze Markus Mahr. Der Nationalspieler und EM-Teilnehmer ist erfolgreichster Werfer seines Teams und war auch beim 34:33-Auswärtssieg Mitte Oktober in Nordhorn mit sieben Treffern beteiligt. Das Siegtor hatte Florian Budde seinerzeit per Buzzer-Beater erzielt.
Ihren erst im Sommer gekommenen Kapitän, den italienischen Mittelmann Marco Mengon, haben die Adler nach dem ersten Rückrundenspieltag verloren, denn er wirft seine Tore nun für den TVB Stuttgart eine Liga höher. In die Bresche springen müssen seitdem andere. Dazu zählt U19-Weltmeister William Reichardt (Rückraum Mitte), der gerade wieder für die deutsche U20-Nationalmannschaft nominiert worden ist. Beim knappen Sieg in Coburg zeichnete sich neben Markus Mahr, der für Mengon nun zunehmend als Spielgestalter gefordert ist, mal wieder der 2,03 m große Linksaußen Nils Fuhrmann als Topscorer aus. Dort holte Potsdam übrigens wie Balingen in Nordhorn einen Sechs-Tore-Rückstand kurz nach der Pause auf. Ein 7:0-Lauf mit vornehmlich aus dem Rückraum erzielten Toren Mitte der zweiten Hälfte trug entscheidend dazu bei.
Auffällig: Die Adler haben die meisten Siebenmeter der Liga erhalten und verwandelt, zumeist in Person der Außen Siemer und Fuhrmann. Und noch in weiteren Statistiken liegt Potsdam an der Spitze: Kein Team kassiert weniger Gegentore per Tempogegenstoß, doch am Kreis ist es umgekehrt: 124 Gegentreffer aus sechs Metern sind Ligaspitze. Und auf der Gegenseite zeigt sich dieselbe „Schwäche“: Keine Mannschaft trifft von hier seltener.
Den treuen HSG-Auswärtsfans sprechen wir im Voraus unseren herzlichen Dank und großen Respekt aus. Wer das Spiel nicht in der von Nordhorn 470 km entfernen Halle, sondern zu Hause verfolgen möchte, sei wie immer auf den Dyn Livestream verwiesen, der um 18:45 Uhr beginnt.





