Tabellenzweiter Balingen am Sonntag zu Gast im Euregium

Tabellenzweiter Balingen am Sonntag zu Gast im Euregium

06.03.2026

Tabellenzweiter Balingen am Sonntag zu Gast im Euregium

Die am Ende recht deutliche 26:32-Niederlage bei Spitzenreiter Bietigheim, die weder Trainer Bult noch Kapitän Zintel auf personelle Probleme zurückführen wollten, ist inzwischen Geschichte. Doch schon wartet der nächste schwere Prüfstein auf die HSG Nordhorn-Lingen. Denn am Sonntag, den 8. März, gastiert Aufstiegskandidat HBW Balingen-Weilstetten im Euregium. Anpfiff der Partie gegen das Team von Georg Pöhle ist um 17 Uhr.

Anfang Oktober hatten die Gallier von der Alb unserem Team in der „Hölle Süd“ beim 35:23 seine Grenzen aufgezeigt. Am letzten Samstag machten es die Schwaben sogar noch deutlicher: Der Tabellensiebte aus Coburg wurde mit 15 Toren Vorsprung nach Hause geschickt – der vierte Sieg in Folge für das Team von Trainer Matthias Flohr, der auch schon als Spieler für den HBW aktiv war.

Auswärtsniederlagen setzte es für Balingen in dieser Saison in Potsdam, Coburg, Dormagen und Bietigheim. Hinzu kam zu Jahresbeginn die erste Heimpleite wiederum gegen Potsdam. So steht mit 34:10 Platz 2 zu Buche, der zum Aufstieg in die DAIKIN Bundesliga berechtigt, aus der die Blau-Roten zuletzt vor 1½ Jahren abgestiegen sind und wohin sie im Sommer zurückkehren wollen.

Eine Rückkehr ins deutsche Handball-Oberhaus nach fünf Jahren in der 2. HBL wäre der Sprung in die Erste Liga für Georg Pöhle. Der Aufstiegsheld von 2019 hatte die HSG Nordhorn-Lingen nach sieben Jahren vor der Saison in Richtung Schwäbischer Alb verlassen, wo er mit Frau und Kindern schon heimisch ist. Nachdem seine Tochter eine „Grafschafterin“ ist, wurde der Sohnemann vor einem halben Jahr schon als „Schwabe“ geboren.

Viel Bezug zu Nordhorn und unserer Region hat der 31-Jährige natürlich noch immer. Zuletzt in der Winterpause war er mit seiner Familie hier für ein paar Tage zu Besuch. Dass die für ihn ohne Frage besondere Partie gegen die HSG im Euregium stattfindet, wo er auch hunderte von Stunden trainiert hat, ist Georg Pöhle dabei sehr recht. Selbstverständlich werden am Sonntag viele alte Weggefährten in der Halle sein. Und auf die Frage, ob er in der nächsten Saison mit dem HBW wieder in der Bundesliga spiele, sagte er uns: „Ich hoffe natürlich, dass wir das schaffen. Auf jeden Fall dürfen wir dafür in Nordhorn nicht verlieren.“

Seine Rolle im Team der Gallier hat Georg Pöhle längst gefunden. Im Innenblock ist er eine feste Größe, und zusätzlich bringt er sich in die Offensive ein, wann immer er gefordert ist – so z. B. auch im letzten Spiel, als Mex Raguse erkrankt fehlte, Pöhle in die Bresche sprang und gegen Coburg fünf Treffer erzielte. 40 sind es bislang insgesamt. Neben der heimischen Halle bezeichnet er im Übrigen „die gute Breite“ im Balinger Kader als große Stärke: „Wir haben sehr viele starke, unterschiedliche Spieler und ergänzen uns gut.“

Das gilt für ihn selbst mit dem schon erwähnten Mex Raguse im linken Rückraum. Zudem nennen wir an dieser Stelle beispielhaft Schlüsselspieler wie Sascha Pfattheicher, welcher der Topscorer der Liga ist (170/95) – die Zahl seiner erfolgreichen Siebenmeter ist ligaweit unerreicht. Noch mehr Feldtore als der Rechtsaußen haben Spielmacher Yonatan Dayan und Kreisläufer und Kapitän Tobias Heinzelmann erzielt. Zuletzt hatte in der sehr homogenen Truppe der offensivstarken Gallier auch der vor Weihnachten nach langer Verletzung zurückgekehrte Mittelmann Elias Huber wieder auf sich aufmerksam gemacht. Der mit Georg Pöhle nach einem halben Jahr in Rot-Weiß nach Balingen gewechselte Stefan Bauer fehlte hingegen zuletzt.

Statistisch gesehen auf Platz 1 liegt der Tabellenzweite bei der Wurfquote, bei den Toren von außen (Pfattheicher, Tim Ruggiero-Matthes) sowie per Tempogegenstoß (Heinzelmann Pfattheicher). Letzteres funktioniert übrigens auch umgekehrt, denn keine Mannschaft kassiert so wenige Tore in der ersten Welle wie der HBW.

Vorn im Direktvergleich der beiden Mannschaften liegt jedoch die HSG Nordhorn-Lingen, die von 19 Partien seit 2006 immerhin zehn gewinnen konnte. Beim letzten Heimspiel Ende März 2025 hieß es 28:26 für die Rot-Weißen, Maximilian Lux zählte mit neun Toren zu den Matchwinnern.

Also dann, wir freuen uns auf die Heimspiel-Premiere 2026 im Euregium. Wer nicht in der Halle dabei sein kann, sei auf den Dyn Livestream verwiesen, der am Sonntag um 16:45 Uhr beginnt.

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