After-Work-Spiel am Donnerstag: HSG empfängt Hüttenberg im Euregium

After-Work-Spiel am Donnerstag: HSG empfängt Hüttenberg im Euregium

Am Donnerstagabend steht für die HSG Nordhorn-Lingen das vorletzte Heimspiel der Saison an. Zum 32. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga empfängt das Team von Mark Bult den TV Hüttenberg im Nordhorner Euregium. Anwurf der Partie ist um 19 Uhr – also die perfekte Gelegenheit für ein echtes „After-Work-Spiel“ zum Start ins lange Handball-Wochenende.

Die HSG geht mit Rückenwind in die drittletzte Partie der Saison. Drei Siege in Folge haben den 6. Tabellenplatz des Zwei-Städte-Teams zementiert, aktuell stehen gute 40:22 Punkte zu Buche. Auch wenn ganz oben längst alles entschieden ist – die beiden Aufsteiger heißen Balingen und Bietigheim – könnte die HSG in den verbleibenden Wochen noch um einen oder zwei Plätze klettern. Interessant dabei: Mit Essen und Krefeld warten an den letzten beiden Spieltagen noch zwei Mannschaften aus dem tiefsten Tabellenkeller.

Ein Blick zurück zeigt, dass sich die Vorzeichen geändert haben: Während die HSG vor einem Jahr ein ausgeglichenes Punktekonto aufwies, ging Hüttenberg noch als Tabellenzweiter in den 32. Spieltag. Erst beim dramatischen Saisonfinale verpasste der Traditionsverein den Aufstieg in die 1. Bundesliga denkbar knapp. Zu Beginn der neuen Runde knüpfte der TVH zunächst an diese Form an und stand nach sechs Partien erneut auf einem Aufstiegsplatz. In der Rückserie lief es für die Mittelhessen allerdings etwas wechselhafter, sodass das Team inzwischen im Mittelfeld angekommen ist und nun als Tabellenelfter mit 29:33 Punkten ins Euregium reist.

Der TVH bezeichnet sich selbst gern als „das Original aus Mittelhessen“. In der 11.000-Einwohner-Stadt im Lahn-Dill-Kreis wird seit Jahrzehnten hochklassiger Handball gespielt – auch wenn die benachbarte HSG Wetzlar den Traditionsverein sportlich inzwischen überholt hat. Immer wieder verlor Hüttenberg zuletzt Leistungsträger an den Erstligisten, der aktuell allerdings selbst um den Klassenerhalt im Oberhaus kämpft. Gleichwohl gelingt es den Blau-Weiß-Roten seit Jahren bemerkenswert konstant, Talente aus der eigenen Jugend oder der Region in die Profimannschaft einzubauen. Trainiert wird der TVH von Stefan Kneer. Der Ex-Nationalspieler kam 2020 zunächst als Spieler nach Hüttenberg und ersetzte dort Markus Stegefelt. Der schwedische Rückraumspieler, der anschließend nach Nordhorn-Lingen wechselte, hatte beim TVH bis dahin zwei Jahre an der Seite von HSG-Kapitän Björn Zintel gespielt.

Sportlich lebt Hüttenberg vor allem von seinem starken Rückraum. Spielmacher Paul Kompenhans sowie die Rückraumspieler David Kuntscher und Paul Ohl zählen ebenso zu den Schlüsselspielern wie Rechtsaußen und Siebenmeterschütze Tim Rüdiger – alle vier haben bereits deutlich über 100 Saisontore erzielt. Hinzu kommen Abwehrchef Moritz Zörb, der erfahrene tschechische Nationalspieler Vit Reichl am Kreis sowie Torhüter Yahav Shamir, der regelmäßig das Gehäuse hütet. Charakteristisch bleibt die aggressive 3:2:1-Abwehr des TVH, die ligaweit für die meisten Ballgewinne per „Steal“ sorgt. Offensiv scheuen die Gäste auch das Sieben-gegen-Sechs-Spiel nicht.

Dass mit Hüttenberg jederzeit zu rechnen ist, zeigte sich zuletzt beim 29:28-Erfolg gegen Dresden, als der TVH in der Schlussphase noch einen Drei-Tore-Rückstand drehte. Auch das Hinspiel dürfte vielen HSG-Fans noch in Erinnerung sein: Mitte Dezember gewann die HSG nach zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand noch mit 28:25 in Hüttenberg – unter anderem dank einer starken Sieben-gegen-Sechs-Offensive, 17 Paraden von Kristian van der Merwe sowie den treffsicheren Frieder Bandlow und Ian Hüter.

Der Direktvergleich spricht für die HSG: Von 20 Duellen in diesem Jahrtausend gewann Nordhorn-Lingen 15, nur drei gingen an den TVH. Das bislang letzte Heimspiel gegen Hüttenberg entschied die HSG vor gut einem Jahr ebenfalls knapp für sich.

Für alle Fans, die nicht vor Ort dabei sein können: Der Dyn-Livestream startet wie gewohnt 15 Minuten vor Anwurf um 18:45 Uhr.

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