8.11.
Nach dem unglücklichen Pokalaus am Mittwoch gegen Leipzig geht es für die HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag um 17 Uhr in der 2. Handball-Bundesliga weiter. Am 10. Spieltag führt es die HSG mit ihrer kürzesten Auswärtsfahrt der Saison zum TuS N-Lübbecke nach Ostwestfalen. Die Begegnung in der MEKUR Arena wird um 17 Uhr angepfiffen. Dyn überträgt wie gewohnt ab 16:45 Uhr live.
Ob die knappe Pokalniederlage gegen den Erstligisten noch nachwirkt, wird die Partie beim unter der Woche spielfreien Tabellenvierzehnten zeigen, der drei Punkte und fünf Plätze unter der HSG rangiert. Während der Saisonvorbereitung hatte unser Team den Gastgeber beim Spielo-Cup noch deutlich besiegt. Seinerzeit holte Nordhorn-Lingen einen Sechs-Tore-Rückstand auf, und die Partie endete 33:24 (14:14).
Die Vorzeichen sehen mittlerweile so aus, dass der TuS nach einem guten Saisonstart mit zwei Siegen seit Anfang September gar nicht mehr gewonnen hat. Zuletzt setzte es nach einem Remis zu Hause gegen Lübeck-Schwartau zwei Pleiten in Dessau und Coburg. Auffällig: Zum wiederholten Mal hatte N-Lübbecke beim HSC 200, der am 14.11. übrigens nächster Heimspielgegner unseres Teams ist, einen in der ersten Halbzeit herausgespielten Vorsprung wieder hergegeben. Zu viele Fehlwürfe und technische Fehler konnten auch durch eine gute kämpferische Leistung nicht aufgefangen werden.
Äußerst knapp hatte Nettelstedt, wofür das N im Vereinsnamen steht und wie das Team auch von den eigenen Fans noch oft genannt wird, erst am letzten Spieltag der Vorsaison den Klassenerhalt geschafft, bevor es zu einigen Veränderungen im Kader kam. Der Norweger Kasper Haugen Furu sowie der Niederländer Niko Blaauw haben sich als neue Mittelmänner dabei als ebenso gute Verstärkungen erwiesen wie z. B. Kreisläufer und Abwehrrecke Max Santos.
Der bislang erfolgreichste Torschütze beim TuS, welcher neben Schlusslicht Oppenweiler bislang ligaweit die wenigsten Tore erzielt hat, ist Rechtsaußen Tim Wieling (44/17). Ihm folgen der noch aus Emsdettener Zeiten bekannte Rückraumlinke Sven Wesseling (30/4) sowie der schnelle und gefährliche Linksaußen Alexander Schulze (30). Der mit Luca de Boer in Schüttorf aufgewachsene Ex-HSG-Mann Lutz Heiny (Rückraum links) gehört beim TuS weiterhin zum Stammpersonal. Abwehrchef ist Yannick Dräger, im Tor ist Fredrik Genz eine feste Größe.
Der polnische Trainer der Ostwestfalen, Piotr Przybecki, war übrigens zwischen 2004 und 2007 drei Spielzeiten lang an der Seite des zehn Jahre jüngeren Mark Bult im Rückraum der HSG Nordhorn aktiv. Beide sahen in der Vorsaison zwei HSG-Erfolge. Beim letzten Aufeinandertreffen Ende Mai gewann Nordhorn-Lingen in Lübbecke mit 32:30. Seinerzeit kam der 17-jährige Lennart Bock früh für den angeschlagenen Maximilian Lux auf die Platte und trug vier Tore zum Auswärtssieg bei. Insgesamt weist die Statistik in 26 Duellen seit 2002, von denen die meisten in der höchsten deutschen Spielklasse stattfanden, 16 Siege für die HSG aus.
Für die Handballfreunde, die ihr Team am Sonntag nicht vor Ort unterstützen, beginnt der Dyn Livestream um 16:45 Uhr. Unseren Auswärtsfans, wünschen wir eine gute Anreise.





