24.02.2026
HSG am Mittwoch in Lingen gegen den Dessau-Roßlauer HV
Sieg, Niederlage, Unentschieden: Das ist die bisherige Ausbeute der HSG Nordhorn-Lingen in der Rückrunde. Dabei löste das 33:33-Remis in Dormagen am Samstag eine Art von gedämpfter Zufriedenheit aus. Denn es war eine klare Leistungssteigerung gegenüber der Heimpleite gegen Hagen eine Woche zuvor erkennbar. Apropos: Eine solche recht deutliche Heimpleite hatte am Sonntag auch unser nächster Gegner zu quittieren. Und damit rein in den Gegner-Check:
Der Dessau-Roßlauer HV aus Sachsen-Anhalt rangiert mit 24:16 Punkten aktuell auf Platz 8. Ähnlich wie bei der HSG begann das Kalenderjahr 2026 mit Sieg, Unentschieden und Niederlage. Zuerst drehte der DRHV gegen Lübeck einen Halbzeitrückstand in einen klaren Sieg. Danach gaben die Biber beim Topteam aus Potsdam nach starker Vorstellung einen +4-Vorsprung fünf Minuten vor Schluss noch aus der Hand und mussten sich in letzter Sekunde mit einem Remis begnügen. Nichts zu holen gab es dann zu Hause gegen Coburg, als die Gäste beim 29:36 beide Punkte mitnahmen – auf diese Partie gehen wir weiter unten noch ein.
In der Hinrunde hatte Dessau seine Auswärtspartien in Coburg, Krefeld und Großwallstadt gewonnen und in Hüttenberg einen Punkt geholt. Zu den bemerkenswertesten Ergebnissen zählt aber zweifellos das Resultat aus einem Heimspiel: Denn Mitte September setzte es vor eigenem Publikum eine deftige 22:37-Pleite gegen keinen Geringeren als die HSG Nordhorn-Lingen (Halbzeit 9:17), die damit ihrerseits den höchsten Auswärtssieg der letzten Jahre feierte. Der aus Sachsen-Anhalt stammende Linksaußen Elias Ruddat hatte neun Treffer beigesteuert. Und da war ja noch etwas … Beim letzten Aufeinandertreffen vor knapp einem Jahr rettete ebenfalls der gebürtige Magdeburger der HSG mit seinem Buzzer-Beater in der Emsland-Arena beim 22:22 einen Punkt.
Wie unser letzter Gegner Dormagen steht auch der Dessau-Roßlauer HV für sein Tempospiel. Dieser Stecker wurde ihnen jedoch am Sonntag von weitgehend fehlerfreien Coburgern gezogen, welche die Gegenstöße und die zweite Welle der Biber konsequent unterbanden und zudem eine tief stehende, und kompromisslose 6:0-Deckung stellten. Die Gäste kamen in Dessau ihrerseits immer wieder über Tempogegenstöße zum Erfolg, verzichteten hingegen weitgehend auf die zweite Welle und legten sich die Dessauer stattdessen im Positionsangriff immer wieder zurecht. Schon nach gut zwanzig Minuten lag der DRHV mit fünf Toren in Rückstand, konnte diesen nie mehr als auf drei Treffer verkürzen und geriet zwischenzeitlich sogar mit minus-9 ins Hintertreffen. Auch mit Blick auf die Hinspielpleite gegen die HSG dürften die Biber also in Lingen auf Wiedergutmachung aus sein.
Zu den Schlüsselspielern im Team von Vanja Radić, der vor der Saison als früherer Co-Trainer die Legende Uwe Jungandreas an der Seitenlinie abgelöst hat, gehört der junge Spielmacher Mika Schüler, der nicht nur wegen langer Haare und Stirnband sehr auffällig agiert. Hinzu kommen die polnischen Rückraumschützen Jakub Powarzyński, der nebenbei die meisten Zeitstrafen der Liga aufweist (Dessau führt dieses Ranking an), und der körperlich sehr präsente Marcel Nowak. Letzterer feierte gegen Coburg sein Comeback nach Verletzung.
Weiterhin nennen wir hier Abwehrchef Luka Baumgart, die Brüder Fritz-Leon (Rückraum Mitte) und Carl-Phillip Haake (Linksaußen) sowie Torwart Philip Ambrosius. Für Rechtsaußen Yannick Pust sind ligaweit die meisten Tempogegenstoß-Tore verzeichnet. Tim Hertzfeld wechselt im Sommer nach Leipzig. Der 21 Jahre alte Kreisläufer besitzt bereits ein Zweitspielrecht beim Erstligisten, für den er in dieser Saison schon achtmal auflief. Unterschiedsspieler Yannick Danneberg hat sich Anfang Februar leider einen Bänderriss zugezogen.
PS: Nach 15 Zweitligaspielen seit 2016 liegt unsere HSG im Direktvergleich gegen den DRHV zurück. Nur fünfmal behielten die Rot- gegen die Blau-Weißen die Oberhand, die ihrerseits sieben Partien gewannen.





