10.04.2026
HSG am Samstag in Lingen gegen das Team der Stunde
Der TuS N-Lübbecke gastiert am Samstag, den 11. April, um 19:30 Uhr in der Lingener EmslandArena. Die Ostwestfalen treffen mit unserer HSG auf einen Gegner, der nach dem Handball-Feiertag gegen Elbflorenz leider wieder einen herben Dämpfer hinnehmen musste: Am Gründonnerstag war in Lübeck für die Rot-Weißen nichts zu holen, um am Ende stand eine verdiente 24:29-Niederlage. Ganz anders stellt sich die aktuelle Situation beim TuS N-Lübbecke dar, den wir euch im Folgenden vorstellen.
Nach dem 11. Spieltag rangierte der Traditionsclub, der früher als TuS Nettelstedt firmierte, auf Rang 15 und schwebte in akuter Abstiegsgefahr. Dann ersetzte der Weltmeister und Olympiasieger Davor Dominikovic den früheren Nordhorner Pjotr Przybecki auf der Trainerposition. Der Kroate war bis zum Sommer fünf Jahre in Vinnhorst tätig gewesen – und mit ihm kam die Wende im Mühlenkreis. In 15 Spielen hat der TuS seitdem starke 21 Punkte geholt und sich in der Tabelle auf Rang 8 hochgearbeitet.
Noch mehr beeindruckende Zahlen: In sieben Auswärtsspielen unter Dominikovic gab es nur ein Remis und sechs Siege, darunter Erfolge in Bietigheim und Potsdam. Und von den neun Begegnungen in 2026 gewann das Team sieben, die letzten fünf Partien gingen allesamt an den TuS. Auch in Schwartau, wo die HSG zuletzt Federn ließ, machten die Ostwestfalen aus einem Remis zehn Minuten vor Schluss Mitte März noch einen +4-Auswärtssieg.
Es folgten ein recht ungefährdeter Heimerfolg gegen Dessau sowie ein knappes 28:26 gegen Coburg. Vom „Sieger-Gen“, das der „neue TuS“ nun in sich trage, war daraufhin auf den Vereinskanälen zu lesen. Trainer Dominikovic, seinerzeit selbst Abwehrspezialist, lobte anschließend besonders seine Defensive, namentlich den 2,00 m großen schwedischen Innenblocker Jacob Lundahl sowie Kreisläufer Yannick Dräger, der zuletzt sehr häufig ganz vorn in einer 5:1-Deckung zum Einsatz kam. Apropos konsequente Defensive: Nur ein Team in der 2. HBL weist mehr Zeitstrafen auf als der TuS (117; zum Vergleich: HSG 86). Dazu passt die geringe Zahl an Gegentoren vom Kreis, wohingegen der TuS von den Außenpositionen die ligaweit meisten Gegentore kassiert.
Weitere Schlüsselspieler sind der sehr torgefährliche 7-Meter-Schütze und Rechtsaußen Tim Wieling (87 Feldtore, nur drei weniger als Maximilian Lux) sowie Alexander Schulze. Kein Linksaußen hat ligaweit mehr Feldtore erzielt (88, zwei mehr als Elias Ruddat). Zu beachten sind ferner der norwegische Spielmacher Kaspar Haugen Furu sowie der noch aus Emsdettener Zeiten bekannte Rückraumschütze Sven Weßeling. Hinzu kommen der beste Assistgeber Niko Blaauw (Rückraum Mitte) sowie Max Santos (Kreis), der den besten HPI-Durchschnitt im Kader hat und zuletzt gegen Coburg am häufigsten traf. Dort verzeichnete Keeper Leon Grabenstein starke 13 Paraden, wohingegen normalerweise Fredrik Genz das Tor hütet. Bis zum Ende der Saison gehört auch noch der Ex-Nordhorner Rückraumlinke Lutz Heiny zum Kader. Der Vertrag des 30-Jährigen wird nicht verlängert.
Beim letzten Aufeinandertreffen im November wurde es am Ende übrigens richtig spannend: Mit sechs Toren hatte die HSG seinerzeit zur Pause geführt, in der 50. Minute den Ausgleich zum 22:22 kassiert und dann doch die Nerven behalten und mit 28:25 gewonnen. Auch hier waren es die beiden Außen Lux und Ruddat, die mit ihren Toren entscheidend zum Auswärtssieg beigetragen hatten. Torwart van der Merwe kam mit 14 Paraden auf eine Haltequote von 37 %. Eine Woche später erfolgte bei den Ostwestfalen der schon erwähnte Trainerwechsel.
Im Direktvergleich seit 1999 steht es 17:9 für Nordhorn-Lingen (ein Remis). Das letzte Heimspiel am Tag vor Heiligabend 2024 ging in der Emsland Arena mit 30:28 ebenfalls an die HSG. Wer diesmal nicht live dabei sein kann, sei wie immer auf den Dyn Livestream verwiesen, der am Samstag um 19:15 Uhr beginnt.





