HSG am Samstag zu Gast beim Schlusslicht
Nachdem die HSG Nordhorn-Lingen von den vergangenen sieben Partien lediglich zwei für sich entscheiden konnte, hoffen die Fans der Rot-Weißen am Samstag ab 18 Uhr wieder auf einen doppelten Punktgewinn. Gegner ist der letztjährige Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang, dessen Abstieg in die 3. Liga seit dem vergangenen Wochenende auch rechnerisch feststeht.
Auswärts war unser weiter auf Tabellenplatz 6 geführtes Team in 2026 erst einmal erfolgreich, und zwar direkt zu Beginn in Großwallstadt. Dem Remis in Dormagen folgten recht klare Schlappen in Bietigheim und Potsdam sowie eher vermeidbare Niederlagen in Schwartau sowie zuletzt in Coburg, als eine zwischenzeitliche 3-Tore-Führung vom Gegner in der entscheidenden Spielphase noch umgedreht wurde. Gleichwohl: Diese Sorgen hätten sie beim HCOB gern, der erst auf zwei Zähler kommt.
Neben der deutlich kleineren Gemeinde Oppenweiler hat die Stadt Backnang knapp 40.000 Einwohner und liegt gut 30 km nordöstlich von Stuttgart, auch Bietigheim ist nur eine halbe Stunde entfernt. Nach Nordhorn sind es jedoch ca. 540 km, weshalb unsere Mannschaft die weite Fahrt schon am Freitag antritt. Die Partie findet in der Murrtal-Arena zu Backnang statt, die gut 1.300 Zuschauern Platz bietet.
Zurück zum HCOB: Im Sommer war dem Team mit dem erstmaligen Aufstieg in die 2. HBL der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gelungen. Doch als Mitte Oktober erst zwei Unentschieden gegen Coburg und Krefeld zu verzeichnen waren, wurde Aufstiegscoach Stephan Just freigestellt. Tobias Klisch und Volker Blumenschein übernahmen in Personalunion interimsweise und trugen auch im Hinspiel Ende November in Nordhorn die Verantwortung. Nach einem harten Stück Arbeit hieß es am Ende standesgemäß 34:29 für die HSG gegen nie aufsteckende Gäste. Unsere beiden Außen Ruddat und Lux waren die erfolgreichsten Torschützen.
Zählbares gab es für die Schwaben danach nicht mehr, woran bis dato auch ein neuer Trainer nichts ändern konnte. Der Portugiese Rui Silva übernahm im Winter. Dabei war es mehr als einmal äußerst knapp: So gingen die letzten beiden Heimspiele trotz verletzungsbedingt dezimierten Kaders gegen Großwallstadt und Dessau nur mit -2 verloren, als jeweils nicht viel zum Punktgewinn fehlte. Die fehlende Tiefe im Kader wurde als wichtiger Grund für die Niederlagen angeführt. Im Auswärtsspiel in Dresden am vergangenen Freitag war dagegen für den HCOB nichts zu holen, nach einer „Lehrstunde in puncto Zweikampfverhalten“ hieß es am Ende 28:42.
Durch das Saisonaus für Kapitän Forstbauer (Kreuzbandriss im Februar) gehören der erfolgreichste Torschütze Timm Buck und der nach Nettelstedt wechselnde Malte Dederding zu den Schlüsselspielern, hinzu kommen u. a. Nick Fröhlich sowie der erfahrene 2,10-Mann Dominik Weiß (allesamt Rückraum). Mit Rechtsaußen Felix Klingler hat Christian Wilhelm einige Jahre zusammen in Essen gespielt. Stammkeeper Janis Boieck hütet in der kommenden Saison das Tor der Eulen Ludwigshafen.
Alles in allem ist die Aufgabe für die Männer von Mark Bult bei ihrem allerersten Auftritt in Backnang sicherlich keine einfache, denn der HCOB war gerade in den Heimspielen oft genug nah dran und will vor dem Gang in die 3. Liga unbedingt noch Punkte einfahren. Wir drücken der HSG fest die Daumen, und ein großes Dankeschön geht im Voraus an unsere treuen Auswärtsfans, die den Weg in den Süden auf sich nehmen. Wer das Spiel am Bildschirm verfolgen möchte, sei wie immer auf den Dyn Livestream verwiesen, der am Samstag um 17:45 Uhr beginnt.





